Curry mit Mangold und roten Linsen

Seit ich an der Arbeit neue Aufgaben übernommen habe, komme ich abends oft erst spät nach Hause. Mein Mann hat dann oft schon gekocht, aber ich esse am liebsten auch mittags warm und brauche dafür immer eine gefüllte Tiefkühltruhe, aus der ich mir dann portionsweise eingefrorene Gerichte auftaue. Dieses Curry ist superlecker, supergesund und macht lange satt. Für die Mikrowelle ist es auch gut geeignet. Gefunden habe ich das Rezept auf dem Blog „Deck schon mal den Tisch„. Und während ich eigenen, eingefrorenen Mangold dafür verwende, der optisch nicht mehr besonders viel hermacht, gibt es dort wunderschöne Gemüsebilder zu bewundern. Das Gericht trägt nicht umsonst die Zweitüberschrift „vegetarischer Farbrausch“. Warum ich das Rezept übrigens abschreibe, statt einfach nur zu verlinken? In den letzten Jahren ist es mir öfter passiert, dass Blogs, auf die ich verlinkt hatte, plötzlich verschwunden waren und die tollen Rezepte gleich mit. Daher: sicher ist sicher.

Zutaten (für 4 Portionen):

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 EL Rapsöl (raffiniert)
1/2 TL gemahlener Ingwer
2 EL Sesam
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Curcuma
etwas Chilipulver
400 ml Kokosmilch
400 ml Gemüsebrühe
250 g rote Linsen
500 g Mangold (geputzt und gehackt)
Salz

Die Linsen unter fließendem Wasser abspülen, bis das Wasser klar abläuft. Zwiebeln und Knoblauchzehen fein hacken und in einem großen Topf im Rapsöl glasig dünsten. Ingwer, Sesam, Kreuzkümmel, Curcuma und Chilipulver zugeben, kurz mitbraten und dann mit Kokosmilch und Gemüsebrühe aufgießen. Linsen und Mangold zugeben, gut umrühren, den Deckel auflegen und 15 Minuten auf mittlerer Stufe kochen. Dabei kurz vor Ende immer mal wieder gucken, ob die Linsen schon gar sind. Mit Salz abschmecken.

Kidneybohnen in roter Soße

Wieder ein Rezept aus Indien Basics, das mittlerweile zu meinem Standardrepertoire gehört – ich liebe die Kombination aus Kidneybohnen, eingekochten Tomaten, Ingwer und vielen Gewürzen. Meinem Stiefvater ist es zu scharf, ich finde es mit zwei Chilischoten genau richtig. Meist esse ich einfach weiße Brötchen dazu, Naan-Brot würde aber natürlich auch gut passen. Dieses Jahr freue ich mich auf die ersten eigenen Kidneybohnen, die allerdings erst einmal eingekocht werden müssen.

Zutaten (für 2 Personen):
1 Dose Kidneybohnen (etwa 480 g Abtropfgewicht)
1 Zwiebel
1 Stück frischer Ingwer (etwa 5 cm)
2 EL Erdnussöl (Rapsöl geht auch)
1 Lorbeerblatt
2-3 getrocknete Chilischoten
1 großzügiger TL Zimt
1 Messerspitze Kardamom
1/2 TL Kurkuma
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
3/4 TL gemahlener Koriander
3/4 TL Garam Masala
250 g passierte Tomaten
Salz
250 ml Wasser
ein paar EL Koriandergrün zum Bestreuen (optional – auf dem Foto ist Kresse zu sehen)

Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen lassen und waschen, Zwiebel und Ingwer fein hacken.
Erdnussöl in einem Topf erhitzen. Das Lorbeerblatt und die Chilischoten darin einige Minuten anrösten, bis die Chilischoten anfangen, sich aufzublähen. Dann Zwiebeln und Ingwer dazugeben und hellbraun anbraten. Die gemahlenen Gewürze darüberstreuen und gut verrühren. Die Tomaten untermischen, salzen. Unter Rühren 5 bis 10 Minuten zu einer dicken Soße einkochen lassen.
Die Bohnen mit dem Wasser hinzugeben, 10 Minuten abgedeckt köcheln lassen, damit der Geschmack sich entfalten kann. Dann den Deckel abnehmen und 10 bis 15 Minuten unter Rühren einkochen lassen, bis die Soße an den Bohnen haftet. Von der Herdplatte nehmen, Margarine unterrühren und zum Servieren optional mit Koriandergrün bestreuen.

Mercimek Corbasi (Türkische Linsensuppe)

Zweimal die Woche, immer dienstags und donnerstags, bietet unsere Mensa ein veganes Gericht an. Was aber an den anderen Tagen essen (oder dann, wenn das vegane Gericht aus Soja-Geschnetzeltem in Sojasahnesoße besteht)? Einer meiner derzeitigen Favoriten ist die Linsensuppe vom Türken. Er wollte mir zwar nicht verraten, was sein Geheimnis ist, dass die Suppe so wahnsinnig lecker wird, aber zum Glück gibt es ja das Internet! Und dieses Rezept kommt schon ziemlich nahe ran.

Zutaten (für 4 Personen):
200 g rote Linsen
1 kleine Möhre
1 mittelgroße Kartoffel
1 große Zwiebel
1 gestrichener TL Salz
1 gestrichener TL Pfeffer
3 EL Rapsöl
1 gestrichener TL Paprika, scharf
1 gehäufter TL Paprika, süß
1 EL getrocknete Minze (oder mehr, je nach Geschmack)
Fladenbrot, Weißbrot oder Brötchen
Zitronensaft
evtl. 1 Gemüsezwiebel

Linsen waschen, bis das Waschwasser klar abläuft. Möhre, Kartoffel und Zwiebel hacken und mit den Linsen in einen Topf geben. Salz und Pfeffer zugeben, in 1,5 l Wasser 30 Minuten köcheln lassen. Öfter umrühren, damit nichts anbrennt!
Kurz vor Ende der Kochzeit das Öl auf mittlerer Stufe erhitzen. Paprika und Minze etwa3 Minuten darin anrösten, dabei aufpassen: Es soll nichts braun oder schwarz werden.
Jetzt die Suppe pürieren. Dann das Öl mit den Gewürzen dazugeben und noch einmal 5 bis 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Fladenbrot und Zitronensaft servieren. Sehr lecker schmecken auch rohe Zwiebelstücke in der Suppe.