Monat: Juli 2017

Müllfreie Monatshygiene (mit Schnittmustertipp für Upcycling-Slipeinlagen)

Müllfreie Monatshygiene ist auf vielen Blogs immer mal wieder Thema – eine gute Sache, wie ich finde! Es lohnt sich, Menstruationstassen bekannt zu machen. Ich bin mit meiner Mooncup seit Jahren sehr zufrieden. Die Handhabung der Tassen ist einfach: Mindestens zweimal am Tag leeren, ausspülen und mit Seifenwasser waschen und nach Ende der Menstruation dann noch einmal auskochen. Auf öffentlichen Toiletten reicht es auch, die Tasse einfach auszukippen und ggf. mit Toilettenpapier auszuwischen. Besonders bei Freunden finde ich diese Art der Monatshygiene sehr praktisch, weil es mir dort immer unangenehm war, benutzte Tampons oder Binden in den Müll zu werfen. Näheres zur Handhabung hat Erbse sehr genau beschrieben. Ein Tipp: Es empfiehlt sich nicht, die Tasse beim monatlichen Auskochen auf dem Topf zu vergessen… Das hat mir dann zwischendurch mal eine neue Mooncup beschert. Die Menstruationstassen gibt es übrigens noch von vielen anderen Firmen.

Da ich, Menstruation hin oder her, ungern ohne Slipeinlage unterwegs bin, bin ich schon vor Jahren auf die Bio-Slipeinlagen von dm umgestiegen, da diese atmungsaktiv sind. Das hat aber natürlich eine Menge Müll produziert. Über Stoffslipeinlagen habe ich schon lange nachgedacht. Sie waren mir aber immer zu teuer dafür, dass ich nicht genau wusste, welche Größe ich letztendlich brauche. Vor ein paar Wochen habe ich mich dann endlich mal aufgerafft und nach diesem Schnittmuster von Kulmine (die auch Stoffslipeinlagen und -binden aus Biobaumwolle verkaufen) aus alten Jeans, Handtüchern, Kleidern, Blusen und Boxershorts einen Stoß Upcycling-Slipeinlagen genäht: unten und oben eine Schicht Stoff von Boxershorts, Kleid oder Bluse und in der Mitte Handtuch oder Jeans. Die Kombination mit der Jeans ist sehr rutschig, die würde ich nicht mehr nähen, aber mit einem Handtuch in der Mitte klappt es prima.

Das Nähen hat auch als Nähanfängerin gut geklappt; man muss nur wissen, wo sich der Gerad- und Zickzackstich der Maschine befinden. Im Schnittmuster ist nur der Zickzackstich angegeben, so genau konnte ich aber nicht ausschneiden. Daher habe ich immer erst mal alle Lagen zusammengesteckt, dann rundherum mit einem Geradstich zusammengenäht, noch mal in Form geschnitten und dann erst mit einem Zickzackstich umsäumt. Ist alles nicht so gerade geworden, sieht ja aber keiner. Binden verwende ich nicht, die kann man aber grundsätzlich auch selbst nähen oder eben kaufen. Mich schreckt dabei auch der Aufwand beim Waschen ab (Binden auswaschen, in einem Eimer mit Wasser aufbewahren und dann in der Maschine waschen), aber auch das ist mit etwas Organisation sicher lösbar.

Ansonsten könnt ihr auch mal nach „freie Menstruation“ googeln – dann kommt ihr, wenn das für euch funktioniert, ganz ohne Hilfsmittel aus.

Viel Erfolg beim Umsteigen!

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Basic Chocolate Cupcakes

Mein Standardrezept für Schoko-Cupcakes. Es stammt aus „Vegan Cupcakes Take Over The World“, und ich habe es jetzt schon unzählige Male gemacht – es ist gelingsicher, lecker und vielfältig kombinierbar (z. B. so). Das englische Original findet ihr hier.

Zutaten (für 12 Cupcakes):

für den Teig:
250 ml Sojamilch
1 TL Apfelessig
150 Zucker
80 ml Rapsöl
1 TL Vanilleextrakt
140 g Mehl
35 g Kakaopulver
3/4 TL Natron
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz

für die Ganache:
100 g Zartbitterschokolade
50 ml kalte Sojamilch
2 EL Zucker oder Agavendicksaft

Backofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Muffinform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen (oder mit Papierförmchen auslegen).

Sojamilch und Apfelessig in einer Schüssel vermischen und ein paar Minuten stehen lassen. Die trockenen Zutaten (bis auf den Zucker) in eine zweite Schüssel sieben und gut mischen.
Zucker, Rapsöl und Vanilleextrakt zur Sojamilch-Apfelessig-Mischung geben und verrühren. Dann die trockenen Zutaten daraufgeben und verrühren, bis keine großen Klumpen mehr vorhanden sind. Ein paar kleine Klümpchen dürfen aber ruhig noch da sein. Den Teig in die Förmchen gießen (sie sind dann ca. 2/3 voll) und 18 bis 20 Minuten backen. Stäbchenprobe machen! Die Cupcakes ca. 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann herausnehmen.

Für die Ganache die Schokolade im Wasserbad schmelzen, Sojamilch und Zucker unterrühren. Die Ganache stockt dann und kann gut auf den Cupcakes verteilt werden. Wenn ihr warme Sojamilch verwendet, kann es sein, dass ihr die Ganache noch einmal kurz in den Kühlschrank stellen müsst.

Aus Ganache-Resten lassen sich leckere Trüffelpralinen formen.

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Mercimek Corbasi (Türkische Linsensuppe)

Zweimal die Woche, immer dienstags und donnerstags, bietet unsere Mensa ein veganes Gericht an. Was aber an den anderen Tagen essen (oder dann, wenn das vegane Gericht aus Soja-Geschnetzeltem in Sojasahnesoße besteht)? Einer meiner derzeitigen Favoriten ist die Linsensuppe vom Türken. Er wollte mir zwar nicht verraten, was sein Geheimnis ist, dass die Suppe so wahnsinnig lecker wird, aber zum Glück gibt es ja das Internet! Und dieses Rezept kommt schon ziemlich nahe ran.

Zutaten (für 4 Personen):
200 g rote Linsen
1 kleine Möhre
1 mittelgroße Kartoffel
1 große Zwiebel
1 gestrichener TL Salz
1 gestrichener TL Pfeffer
3 EL Rapsöl
1 gestrichener TL Paprika, scharf
1 gehäufter TL Paprika, süß
1 EL getrocknete Minze (oder mehr, je nach Geschmack)
Fladenbrot, Weißbrot oder Brötchen
Zitronensaft
evtl. 1 Gemüsezwiebel

Linsen waschen, bis das Waschwasser klar abläuft. Möhre, Kartoffel und Zwiebel hacken und mit den Linsen in einen Topf geben. Salz und Pfeffer zugeben, in 1,5 l Wasser 30 Minuten köcheln lassen. Öfter umrühren, damit nichts anbrennt!
Kurz vor Ende der Kochzeit das Öl auf mittlerer Stufe erhitzen. Paprika und Minze etwa3 Minuten darin anrösten, dabei aufpassen: Es soll nichts braun oder schwarz werden.
Jetzt die Suppe pürieren. Dann das Öl mit den Gewürzen dazugeben und noch einmal 5 bis 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Fladenbrot und Zitronensaft servieren. Sehr lecker schmecken auch rohe Zwiebelstücke in der Suppe.

Neuanfang.

Manchmal braucht es einen frischen Start. Für mich war das mit twoodledrum der Fall. 2010, vor sieben Jahren, habe ich auf twoodledrum.blogspot.de zu bloggen begonnen. Vieles von damals ist mir immer noch wichtig, anderes nicht mehr so sehr. Jetzt möchte ich mein Leben auf einem neuen Blog mit euch teilen und nach und nach die alten Beiträge, die es mir wert sind, vom alten Blog übernehmen. Irgendwann wird der dann abgeschaltet; Webspace kostet schließlich auch Energie, und twoodledrum.de wird jetzt mit Ökostrom gehostet, immerhin. Es wird hier nach wie vor vegane Rezepte geben, Ideen für den Garten (gerade orientiere ich mich in Richtung Permakultur), Buchbesprechungen und das ein oder andere zum Thema Nachhaltigkeit allgemein – und dann mal sehen, wohin genau die Reise geht.

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