Supersimpler Flammkuchen

Puh, schon wieder mehrere Wochen her seit dem letzten Beitrag, dabei hatte ich mir das Posten einmal pro Woche doch ganz fest vorgenommen… Irgendwie schlägt doch immer wieder das Leben über mir zusammen. Jetzt bin ich aber erst einmal krank (und hoffe, dass damit die Erkältung für dieses Jahr schon erledigt ist) und muss auf dem Sofa sitzen – die perfekte Gelegenheit für einen Blogpost. Und weil ich hier gerade mit einem Federweißer sitze, ist passend dazu jetzt erst mal ein supersimpler Flammkuchen dran, ganz gegen jegliche Selbstversorgungs- und Ernährungsgrundsätze mit lauter Fertigkrams. Als veganen Frischkäse verwenden wir nur noch den Simply V. Zum einen schmeckt der uns super, zum anderen ist er im lokalen Supermarkt erhältlich.

Zutaten (für ein Blech):
1 Packung Flammkuchenteig
1 Packung Simply V (natur) oder ein anderer veganer Frischkäse
mehrere rote Zwiebeln

Flammkuchenteig ausrollen, den Frischkäse darauf verstreichen. Rote Zwiebel schälen und in Ringe schneiden, auf dem Frischkäse verteilen und nach Packungsanweisung backen.

Alternativ schmeckt auch der Simply V Kräuter in Kombination mit Lauchzwiebeln super.

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Rotkohl-Nudel-Auflauf mit Mandeln und Sultaninen

Normalerweise bin ich ja kein Fan der Kombination herzhaft und süß. Mit Hawaii-Toast kann man mich jagen und ich würde niemals einen süßen Brotaufstrich essen (Brot ist für mich schon zu salzig). Dieser Rotkohlauflauf (Original: hier) gehört irgendwie dennoch zu unserem Standardrepertoire an Gerichten.

Zutaten (für 3-4 Portionen):
150 g Spirelli
1/2 Zwiebel
etwas Knoblauch
etwas Öl
400 g Rotkohl (geputzt)
Mandelstifte nach Geschmack (wir hatten ca. 35 g)
Sultaninen nach Geschmack (wir hatten ca. eine Hand voll)
Salz und Pfeffer

Spirelli in Salzwasser bissfest garen.
Zwiebel und Knoblauch fein hacken, Rotkohl in dünne Streifen schneiden und in Öl weich dünsten. Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett anrösten, danach sofort aus der Pfanne nehmen, sonst werden sie schwarz. Zusammen mit den Sultaninen zum Rotkohl geben, salzen und pfeffern. Mit den Nudeln vermengen, alles in eine Auflaufform geben und bei 200 °C 15 bis 20 Minuten backen. Wer mag, gibt noch veganen oder unveganen Reibekäse darüber.

Kartoffelklöße mit Zwiebeln und Apfelkompott

Die ersten Kartoffeln können ausgegraben werden, die Zwiebeln hängen schon seit zwei Wochen hinter dem Haus und die ersten Äpfel fallen vom Baum – das nenne ich mal Selbstversorgung. Übrig gebliebene Klöße kann man abkühlen lassen, in Scheiben schneiden und in den Zwiebeln braten.

Zutaten (für 4 bis 5 Personen):
1,5 kg Kartoffeln, geschält
100 g Mehl
150 g Kartoffelmehl (oder andere Speisestärke)
1 bis 2 TL Salz
Zwiebeln
Rapsöl
Apfelkompott

Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser kochen. Etwas abkühlen lassen, dann stampfen oder durch eine Presse drücken. Mehl, Stärke und Salz daraufsieben und unterkneten. Kleine Klöße formen – etwa die anderthalbfache Größe eines Tischtennisballs, sonst kann es sein, dass die Klöße in der Mitte roh bleiben.
Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und auf mittlerer Stufe gerade so sieden lassen. Immer mehrere Klöße auf einmal hineingeben und ca. 7 Minuten ziehen lassen, dann herausnehmen. Währenddessen die Zwiebeln schälen und hacken. Dabei nicht zu sparsam mit der Menge sein! In reichlich Rapsöl weich braten. Salzen und zusammen mit Klößen und Apfelkompott servieren.

Giant Bakery Style Double Chocolate Chip Cookies

Dieses Rezept stammt noch aus meinen veganen Anfangszeiten. Den Link zum amerikanischen Originalrezept, das ich ein wenig abgewandelt habe, würde ich euch gerne geben, aber der Blog existiert leider nicht mehr. Die Cookies sind wunderbar schokoladig, recht herb und eher trocken. Sie halten sich gut in einer verschlossenen Blechdose.

Zutaten (für ca. 18 große Cookies):

180 g gehackte Zartbitterschokolade
125 ml Sojamilch
160 ml Rapsöl
2 TL Vanilleextrakt oder 1 TL gemahlene Vanille
160 g Zucker
2 EL Stärke
280 g Mehl
75 g Kakao
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz

Backpofen auf 180 °C vorheizen. 100 g Zartbitterschokolade in 60 ml Sojamilch im Wasserbad schmelzen. In eine große Schüssel schütten und mit Hilfe einer Gabel mit dem Rest der Sojamilch, Öl, Vanille, Zucker und Stärke zu einer homogenen Masse verrühren. Mehl, Kakao, Backpulver und Salz in die Schüssel sieben gründlich unterrühren, dann die restliche Zartbitterschokolade untermengen. Tischtennisballgroße Kugeln formen und auf mit Backpapier belegten Backbleche zu ca. 1,5 cm hohen Keksen flachdrücken (9 Cookies pro Blech). Etwa 15 Minuten backen, bis der Rand fest ist, die Mitte aber beim Draufdrücken noch nachgibt. Kurz auf dem Backblech liegen lassen und dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

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Bananen-Vollkorn-Muffins

Diese Muffins gehören seit Jahren zu meinen Standardrezepten, zusammen mit den Basic Chocolate Cupcakes. In einer verschlossenen Tupperdose halten sie sich gut mehrere Tage lang und ersetzen durch den Vollkornanteil im Notfall auch mal das Frühstück. Besonders gerne habe ich sie aber für unterwegs. Statt Sojamilch könnt ihr auch eine andere Pflanzenmilch nehmen, meiner Erfahrung nach gehen die Muffins dann allerdings nicht ganz so gut auf.

Zutaten (für 12 Muffins):
120 g Rapsöl (ca. 130 ml)
100 g Zucker
2 reife Bananen
125 g Mehl
3 leicht gehäufte TL Backpulver
etwas Zimt
250 ml Sojamilch
125 g Vollkornmehl

Rapsöl und Zucker verrühren. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken und mit einem Handmixer unterschlagen, bis die Masse schaumig wird. Erst weißes Mehl, Backpulver und Zimt, dann die Sojamilch, dann das Vollkornmehl unterrühren. In eine gefettete und mit Paniermehl ausgestreute Muffinform füllen und bei 175 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 25 Minuten backen.

 

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Panzanella (Sommersalat mit geröstetem Brot)

Derzeit gibt der Garten einiges her: Tomaten, Gurken, Blattsalate und frische Kräuter. Bei sommerlichen Temperaturen macht sich das Gemüse gut in einer Panzanella.

Zutaten (für 2 Personen):
3 EL Olivenöl
3 EL neutrales Rapsöl
3 EL Balsamico
1,5 TL Senf
Salatkräuter, Salz und Pfeffer
Salat nach Belieben (Gurke, Eisberg, Tomate, Paprika, Mais…)
1/2 Ciabatta (idealerweise vom Vortag)
etwas Ölivenöl, ein paar Knoblauchzehen

Salatdressing anrühren und mit Salatkräutern, Salz und Pfeffer abschmacken. Salat waschen. Ciabatta in große Würfel schneiden und in einer Pfanne gemeinsam mit dem Knoblauch in etwas Ölivenöl anrösten. Dann die noch warmen Brotwürfel mit Salat und Soße vermischen.

Quelle: Suppentopf

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Müllfreie Monatshygiene (mit Schnittmustertipp für Upcycling-Slipeinlagen)

Müllfreie Monatshygiene ist auf vielen Blogs immer mal wieder Thema – eine gute Sache, wie ich finde! Es lohnt sich, Menstruationstassen bekannt zu machen. Ich bin mit meiner Mooncup seit Jahren sehr zufrieden. Die Handhabung der Tassen ist einfach: Mindestens zweimal am Tag leeren, ausspülen und mit Seifenwasser waschen und nach Ende der Menstruation dann noch einmal auskochen. Auf öffentlichen Toiletten reicht es auch, die Tasse einfach auszukippen und ggf. mit Toilettenpapier auszuwischen. Besonders bei Freunden finde ich diese Art der Monatshygiene sehr praktisch, weil es mir dort immer unangenehm war, benutzte Tampons oder Binden in den Müll zu werfen. Näheres zur Handhabung hat Erbse sehr genau beschrieben. Ein Tipp: Es empfiehlt sich nicht, die Tasse beim monatlichen Auskochen auf dem Topf zu vergessen… Das hat mir dann zwischendurch mal eine neue Mooncup beschert. Die Menstruationstassen gibt es übrigens noch von vielen anderen Firmen.

Da ich, Menstruation hin oder her, ungern ohne Slipeinlage unterwegs bin, bin ich schon vor Jahren auf die Bio-Slipeinlagen von dm umgestiegen, da diese atmungsaktiv sind. Das hat aber natürlich eine Menge Müll produziert. Über Stoffslipeinlagen habe ich schon lange nachgedacht. Sie waren mir aber immer zu teuer dafür, dass ich nicht genau wusste, welche Größe ich letztendlich brauche. Vor ein paar Wochen habe ich mich dann endlich mal aufgerafft und nach diesem Schnittmuster von Kulmine (die auch Stoffslipeinlagen und -binden aus Biobaumwolle verkaufen) aus alten Jeans, Handtüchern, Kleidern, Blusen und Boxershorts einen Stoß Upcycling-Slipeinlagen genäht: unten und oben eine Schicht Stoff von Boxershorts, Kleid oder Bluse und in der Mitte Handtuch oder Jeans. Die Kombination mit der Jeans ist sehr rutschig, die würde ich nicht mehr nähen, aber mit einem Handtuch in der Mitte klappt es prima.

Das Nähen hat auch als Nähanfängerin gut geklappt; man muss nur wissen, wo sich der Gerad- und Zickzackstich der Maschine befinden. Im Schnittmuster ist nur der Zickzackstich angegeben, so genau konnte ich aber nicht ausschneiden. Daher habe ich immer erst mal alle Lagen zusammengesteckt, dann rundherum mit einem Geradstich zusammengenäht, noch mal in Form geschnitten und dann erst mit einem Zickzackstich umsäumt. Ist alles nicht so gerade geworden, sieht ja aber keiner. Binden verwende ich nicht, die kann man aber grundsätzlich auch selbst nähen oder eben kaufen. Mich schreckt dabei auch der Aufwand beim Waschen ab (Binden auswaschen, in einem Eimer mit Wasser aufbewahren und dann in der Maschine waschen), aber auch das ist mit etwas Organisation sicher lösbar.

Ansonsten könnt ihr auch mal nach „freie Menstruation“ googeln – dann kommt ihr, wenn das für euch funktioniert, ganz ohne Hilfsmittel aus.

Viel Erfolg beim Umsteigen!

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Basic Chocolate Cupcakes

Mein Standardrezept für Schoko-Cupcakes. Es stammt aus „Vegan Cupcakes Take Over The World“, und ich habe es jetzt schon unzählige Male gemacht – es ist gelingsicher, lecker und vielfältig kombinierbar (z. B. so). Das englische Original findet ihr hier.

Zutaten (für 12 Cupcakes):

für den Teig:
250 ml Sojamilch
1 TL Apfelessig
150 Zucker
80 ml Rapsöl
1 TL Vanilleextrakt
140 g Mehl
35 g Kakaopulver
3/4 TL Natron
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz

für die Ganache:
100 g Zartbitterschokolade
50 ml kalte Sojamilch
2 EL Zucker oder Agavendicksaft

Backofen auf 175 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Muffinform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen (oder mit Papierförmchen auslegen).

Sojamilch und Apfelessig in einer Schüssel vermischen und ein paar Minuten stehen lassen. Die trockenen Zutaten (bis auf den Zucker) in eine zweite Schüssel sieben und gut mischen.
Zucker, Rapsöl und Vanilleextrakt zur Sojamilch-Apfelessig-Mischung geben und verrühren. Dann die trockenen Zutaten daraufgeben und verrühren, bis keine großen Klumpen mehr vorhanden sind. Ein paar kleine Klümpchen dürfen aber ruhig noch da sein. Den Teig in die Förmchen gießen (sie sind dann ca. 2/3 voll) und 18 bis 20 Minuten backen. Stäbchenprobe machen! Die Cupcakes ca. 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann herausnehmen.

Für die Ganache die Schokolade im Wasserbad schmelzen, Sojamilch und Zucker unterrühren. Die Ganache stockt dann und kann gut auf den Cupcakes verteilt werden. Wenn ihr warme Sojamilch verwendet, kann es sein, dass ihr die Ganache noch einmal kurz in den Kühlschrank stellen müsst.

Aus Ganache-Resten lassen sich leckere Trüffelpralinen formen.

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Mercimek Corbasi (Türkische Linsensuppe)

Zweimal die Woche, immer dienstags und donnerstags, bietet unsere Mensa ein veganes Gericht an. Was aber an den anderen Tagen essen (oder dann, wenn das vegane Gericht aus Soja-Geschnetzeltem in Sojasahnesoße besteht)? Einer meiner derzeitigen Favoriten ist die Linsensuppe vom Türken. Er wollte mir zwar nicht verraten, was sein Geheimnis ist, dass die Suppe so wahnsinnig lecker wird, aber zum Glück gibt es ja das Internet! Und dieses Rezept kommt schon ziemlich nahe ran.

Zutaten (für 4 Personen):
200 g rote Linsen
1 kleine Möhre
1 mittelgroße Kartoffel
1 große Zwiebel
1 gestrichener TL Salz
1 gestrichener TL Pfeffer
3 EL Rapsöl
1 gestrichener TL Paprika, scharf
1 gehäufter TL Paprika, süß
1 EL getrocknete Minze (oder mehr, je nach Geschmack)
Fladenbrot, Weißbrot oder Brötchen
Zitronensaft
evtl. 1 Gemüsezwiebel

Linsen waschen, bis das Waschwasser klar abläuft. Möhre, Kartoffel und Zwiebel hacken und mit den Linsen in einen Topf geben. Salz und Pfeffer zugeben, in 1,5 l Wasser 30 Minuten köcheln lassen. Öfter umrühren, damit nichts anbrennt!
Kurz vor Ende der Kochzeit das Öl auf mittlerer Stufe erhitzen. Paprika und Minze etwa3 Minuten darin anrösten, dabei aufpassen: Es soll nichts braun oder schwarz werden.
Jetzt die Suppe pürieren. Dann das Öl mit den Gewürzen dazugeben und noch einmal 5 bis 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Fladenbrot und Zitronensaft servieren. Sehr lecker schmecken auch rohe Zwiebelstücke in der Suppe.

Neuanfang.

Manchmal braucht es einen frischen Start. Für mich war das mit twoodledrum der Fall. 2010, vor sieben Jahren, habe ich auf twoodledrum.blogspot.de zu bloggen begonnen. Vieles von damals ist mir immer noch wichtig, anderes nicht mehr so sehr. Jetzt möchte ich mein Leben auf einem neuen Blog mit euch teilen und nach und nach die alten Beiträge, die es mir wert sind, vom alten Blog übernehmen. Irgendwann wird der dann abgeschaltet; Webspace kostet schließlich auch Energie, und twoodledrum.de wird jetzt mit Ökostrom gehostet, immerhin. Es wird hier nach wie vor vegane Rezepte geben, Ideen für den Garten (gerade orientiere ich mich in Richtung Permakultur), Buchbesprechungen und das ein oder andere zum Thema Nachhaltigkeit allgemein – und dann mal sehen, wohin genau die Reise geht.

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