Vegane Schokocrossies

Irgendwie geht es mir jedes Jahr so: Trotz sorgfältigster Geschenkeplanung (was bedeutet, mit möglichst vielen Leuten abzusprechen, dass wir uns eben gerade nichts schenken) brauche ich am Ende doch immer noch irgendeine Kleinigkeit als Dankeschön für irgendwen. Schoko-Crossies sind da schnell gemacht und ruckzuck verpackt.

Zutaten:
35 g vegane Milchschokolade
70 g Zartbitterschokolade
50 g gehobelte Mandeln
ein paar Hände voll Cornflakes

Schokolade im Wasserbad schmelzen, dann die gehobelten Mandeln unterrühren. Cornflakes zwischen den Händen zerdrücken und die Krümel ebenfalls unterrühren. Dabei immer mal ausprobieren, ob es mittlerweile genug sind: Das ist dann der Fall, wenn sie sich nur noch sehr schwer unterrühren lassen. Dann kleine Häufchen auf Butterbrot- oder Backpapier setzen, fest werden lassen und verpacken (oder selber essen).

 

Bratapfellikör

Nach den veganen Rumkugeln noch eine Geschenkidee für Weihnachten.

Zutaten:
1 l Apfelsaft
60 g brauner Zucker
1 gestrichener Teelöffel Vanille
3 Zimtstangen
2 Anissterne
4 ganze Nelken
1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Orange
300 ml weißer Rum
100 ml Amaretto

Apfelsaft in einen Topf gießen, die Gewürze in einen Teebeutel geben (oder einfach so in den Topf werfen), Beutel in den Topf, Deckel drauf und 15 Minuten kochen lassen. Durch ein feines Teesieb abgießen, mit dem Alkohol verrühren und in sterilisierte Flaschen füllen.

Vegane Rumkugeln

Irgendwie hatte ich mir für diesen Blog mehr vorgenommen. Dann hat mich aber wieder die Realität eingeholt, sodass ich immer noch nur Rezepte von meinem alten Blog hierher verschiebe. Das hat aber immerhin den Vorteil, dass ich einige Rezepte auf Vorrat für die Weihnachtszeit habe. Den Anfang machen diese Rumkugeln.

Zutaten (für ca. 30 Stück):
250 g Zartbitterschokolade
25 g vegane Butter
1 EL Puderzucker, gesiebt
1 EL Hafersahne
3 EL brauner Rum
Kakaopulver (oder Schokoladestreusel) zum Wälzen

Schokolade im Wasserbad schmelzen. Mit einem Schneebesen zunächst die vegane Butter, dann Puderzucker und Hafersahne, dann den Rum unterrühren. Kühl stellen, bis die Masse anfängt, fest zu werden, und sich gut formen lässt. Dann kleine Kugeln rollen, dafür ggf. die Hände anfeuchten, und in dunklem Kakaopulver oder Schokoladestreuseln wälzen. Kühl stellen und fest werden lassen.

Apfelpunsch mit Ingwer und Zimt

Es wird dunkler und kälter. Zumindest wir haben schon seit Längerem abends den Ofen an und die Katze lässt sich davon gerne den Pelz wärmen. Dazu passt ein Punsch aus lokalem Apfelsaft, je nach Geschmack mit oder ohne Rum. Den gibt es übrigens auch aus fairem Handel!

Zutaten (für 8 kleine Tassen):
30 – 40 g frischer Ingwer
4 EL Zucker
200 ml Wasser
2 Zimtstangen
400 ml frisch gebrühter schwarzer Tee
800 ml Apfelsaft
100 ml weißer Rum

Ingwer schälen und fein hacken. Zucker mit dem Wasser aufkochen, vom Herd ziehen, Ingwer und Zimtstangen zugeben und den Deckel auflegen. 15 Minuten ziehen lassen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, den Tee aufzubrühen! Wenn die Viertelstunde um ist, Tee, Saft und Rum zu der Wasser-Zucker-Mischung geben, erhitzen (nicht kochen!) und alles durchsieben.

Manly-Man Veggie Burgers (oder: Nussburger)

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bisher habe ich noch kein Rezept für Bohnenburger gefunden, das mich überzeugt hätte. Geschmacklich gibt es nichts auszusetzen, aber die Konsistenz… Wenn ihr da einen Tipp habt, wie ihr es hinkriegt, dass die Bohnenburger nicht so weich werden, immer her damit! Bis dahin behelfe ich mir mit diesen Nussburgern. Das Originalrezept stammt von Dreena Burton, die es mir freundlicherweise gestattet hat, es ins Deutsche zu übersetzen. Dreenas Blog „plant-powered kitchen“ ist generell eine Fundgrube für viele tolle Ideen, daher empfehle ich euch sehr, mal dort vorbeizuschauen! Und ihre Antwort war auch sehr, sehr nett. Daher jetzt für euch Dreenas „Nutty Veggie Burger“.

Zutaten (für 4 Frikadellen für kleine Burgerbrötchen):
100 g Mandeln
50 g Cashewnüsse, Haselnüsse… was immer ihr mögt
30 g Haferflocken
etwas Knoblauchpulver
1/4 TL Salz
1 TL Ketchup
1 gestrichener EL Hefeflocken
1 TL Sojasoße
je 1 Messerspitze Thymian und Salbei oder 2 Messerspitzen Hähnchengewürz
60 g sehr fein geraspelte Zucchini und/oder Möhre (also 60 g insgesamt)
Öl für die Pfanne

Nüsse in der Küchenmaschine fein mixen oder irgendwie anders mahlen (wir haben eine Handmühle) oder auch gleich gemahlen kaufen. Haferflocken ebenfalls in der Küchenmaschine mahlen. Erst die trockenen Zutaten gut vermischen, danach die feuchten Zutaten unterkneten. Burger formen und in etwas Öl ausbraten.

Gmüsepüree für Gemüsebrühe

Jetzt beginnt die Zeit des Wintergemüses. Eine gute Gelegenheit, die zahlreichen verschiedenen Knollen zu einem Gemüsepüree zu verarbeiten, das sich zum Anrühren von Gemüsebrühe einsetzen lässt.. Hier das Rezept für ein Gemüsepüree mit sehr viel Salz. Die Idee habe ich von „The Food and the City„, sie ist aber schon uralt.

Zutaten (für 2 Gläser):
350 g gemischtes Gemüse, geputzt (z. B. Möhren, Knollensellerie, Stangensellerie, Wurzelpetersilie, Kohlrabi, Lauch)
ein paar frische Kräuter (z. B. Selleriegrün, Petersilie, Salbei)
50 g Meersalz

Wer über eine passende Küchenmaschine verfügt, hat Glück: Einfach alle Zutaten hineingeben und pürieren. Ich musste mir etwas mehr Arbeit machen und das Gemüse mit einer feinen Reibe von Hand reiben, bevor ich die gehackten Kräuter und das Salz untermischen konnte. Wichtig ist, wirklich gut zu mischen, da das Salz zur Konservierung dient. Dann zwei Gläser auskochen, das Gemüsepüree hineinfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Soulfood: Kartoffelgulasch

Soulfood bedeutet für mich: Es ist warm. Es ist herzhaft. Ich kann es mit dem Löffel essen. Und idealerweise ist auch noch viel Eiweiß dabei.

Letzteres ist bei diesem Rezept zwar nicht der Fall, aber die anderen Punkte sind alle erfüllt. Als ich das Gulasch ausprobiert habe, war ich übrigens beim ersten Teller total enttäuscht, dann aber schwer begeistert. Manchmal muss man sich wohl erst an ein Rezept gewöhnen.

Zutaten (für 3 Personen):
750 g Kartoffeln
3 mittelgroße Zwiebeln
60 g Olivenöl
1 Liter Gemüsebrühe
3 EL mildes Paprikapulver
3 EL Tomatenmark
1 TL Chilipulver
1 Knoblauchzehe
1 Bund Schnittlauch, fein gehackt (oder 50 g TK-Schnittlauch)
1 EL gehackte Petersilie
125 ml trockener Rotwein oder 1 EL Rotweinessig
1 Prise Muskat
evtl. etwas Salz

Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Zwiebeln fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Kartoffelwürfel darin anbraten. Wenn sie beginnen, braun zu werden, die Zwiebeln zugeben. Mit Gemüsebrühe ablöschen, die restlichen Zutaten zugeben und eine Stunde auf kleiner Flamme bei offenem Topf köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren, damit nichts anbrennt. Evtl. mit etwas Salz abschmecken.

Das Gulasch schmeckt pur oder mit frischem Graubrot.

Quelle: Chefkoch

Kidneybohnen in roter Soße

Wieder ein Rezept aus Indien Basics, das mittlerweile zu meinem Standardrepertoire gehört – ich liebe die Kombination aus Kidneybohnen, eingekochten Tomaten, Ingwer und vielen Gewürzen. Meinem Stiefvater ist es zu scharf, ich finde es mit zwei Chilischoten genau richtig. Meist esse ich einfach weiße Brötchen dazu, Naan-Brot würde aber natürlich auch gut passen. Dieses Jahr freue ich mich auf die ersten eigenen Kidneybohnen, die allerdings erst einmal eingekocht werden müssen.

Zutaten (für 2 Personen):
1 Dose Kidneybohnen (etwa 480 g Abtropfgewicht)
1 Zwiebel
1 Stück frischer Ingwer (etwa 5 cm)
2 EL Erdnussöl (Rapsöl geht auch)
1 Lorbeerblatt
2-3 getrocknete Chilischoten
1 großzügiger TL Zimt
1 Messerspitze Kardamom
1/2 TL Kurkuma
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
3/4 TL gemahlener Koriander
3/4 TL Garam Masala
250 g passierte Tomaten
Salz
250 ml Wasser
ein paar EL Koriandergrün zum Bestreuen (optional – auf dem Foto ist Kresse zu sehen)

Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen lassen und waschen, Zwiebel und Ingwer fein hacken.
Erdnussöl in einem Topf erhitzen. Das Lorbeerblatt und die Chilischoten darin einige Minuten anrösten, bis die Chilischoten anfangen, sich aufzublähen. Dann Zwiebeln und Ingwer dazugeben und hellbraun anbraten. Die gemahlenen Gewürze darüberstreuen und gut verrühren. Die Tomaten untermischen, salzen. Unter Rühren 5 bis 10 Minuten zu einer dicken Soße einkochen lassen.
Die Bohnen mit dem Wasser hinzugeben, 10 Minuten abgedeckt köcheln lassen, damit der Geschmack sich entfalten kann. Dann den Deckel abnehmen und 10 bis 15 Minuten unter Rühren einkochen lassen, bis die Soße an den Bohnen haftet. Von der Herdplatte nehmen, Margarine unterrühren und zum Servieren optional mit Koriandergrün bestreuen.

Verwertungsmöglichkeiten für Tomaten

Möglicherweise komme ich mit diesem Post etwas spät, möglicherweise aber auch nicht: Während ich meine Tomatenpflanzen schon aus dem Garten entfernt habe, fangen sie bei meinen Eltern gerade erst an zu tragen. Und wenn eure Tomaten auch schon durch sind, könnt ihr euch die Ideen ja auch einfach für nächstes Jahr merken.

Grundlage all der Rezepte sind ofengeröstete Tomaten. Der große Vorteil: Man kann alle vorhandenen Tomaten zusammenwerfen und muss nichts würfeln. Cocktailtomaten bleiben, wie sie sind, größere Tomaten werden halbiert oder geviertelt. Nach dem Backen im Ofen kommt alles mit den restlichen Zutaten in den (Glas-)Mixer. Fertig. Außerdem ist das Aroma unschlagbar.

Spaghetti mit ofengerösteten Tomaten in Balsamicosoße.

Ofengeröstete Tomatensoße: Tomaten waschen und vierteln, ca. 40 Minuten bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) im Ofen backen. Mit Knoblauch, etwas Olivenöl, etwas Zucker, frischen oder getrockneten Kräutern (Oregano, Rosmarin, Thymian), Salz und Pfeffer pürieren und dann noch frisches, gehacktes Basilikum unterrühren. Der Großteil der Soße ist bei uns direkt in die Gefriertruhe gewandert.

Ofengeröstete Tomatensuppe. Ist auch wunderbar zum Einkochen geeignet, da keine Stärke enthalten ist.

Roasted Tomato Salsa, mit frischem Koriander – perfekt zu Tortillachips. Der Koriander muss wirklich frisch sein, daher friere ich die Salsa in kleinen Portionen ein und hacke dann den Koriander nach dem Auftauen frisch dazu.

Supersimpler Flammkuchen

Puh, schon wieder mehrere Wochen her seit dem letzten Beitrag, dabei hatte ich mir das Posten einmal pro Woche doch ganz fest vorgenommen… Irgendwie schlägt doch immer wieder das Leben über mir zusammen. Jetzt bin ich aber erst einmal krank (und hoffe, dass damit die Erkältung für dieses Jahr schon erledigt ist) und muss auf dem Sofa sitzen – die perfekte Gelegenheit für einen Blogpost. Und weil ich hier gerade mit einem Federweißer sitze, ist passend dazu jetzt erst mal ein supersimpler Flammkuchen dran, ganz gegen jegliche Selbstversorgungs- und Ernährungsgrundsätze mit lauter Fertigkrams. Als veganen Frischkäse verwenden wir nur noch den Simply V. Zum einen schmeckt der uns super, zum anderen ist er im lokalen Supermarkt erhältlich.

Zutaten (für ein Blech):
1 Packung Flammkuchenteig
1 Packung Simply V (natur) oder ein anderer veganer Frischkäse
mehrere rote Zwiebeln

Flammkuchenteig ausrollen, den Frischkäse darauf verstreichen. Rote Zwiebel schälen und in Ringe schneiden, auf dem Frischkäse verteilen und nach Packungsanweisung backen.

Alternativ schmeckt auch der Simply V Kräuter in Kombination mit Lauchzwiebeln super.

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